Geschichte der Heißluftfritteuse: Vom ActiFry und Philips Airfryer bis zu den Modellen 2026
Wer hat die Heißluftfritteuse erfunden? Vom ActiFry von Tefal 2006 über den Philips Airfryer von Fred van der Weij 2010 bis zu Dual Zone 2020: die wichtigsten Daten und was sie für die Wahl 2026 bedeuten.
Kurze Antwort
Welche Heißluftfritteuse sollte man 2026 nach 15 Jahren Entwicklung wählen?
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Beste Wahl insgesamt
Ninja Foodi FlexDrawer 10.4L Doppelzone
Die Weiterentwicklung der Dual-Zone-Idee von Ninja aus 2020: zwei unabhängige Zonen oder eine große 10,4-L-Schublade für ein ganzes Hähnchen.
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Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Philips Airfryer Serie 3000 XL - 6.2L
Der direkte Erbe des ersten Airfryers von 2010: ein 6,2-L-Einzelkorb, Rapid-Air-Technologie und sehr einfache Bedienung für 2 bis 4 Personen.
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Ideal für Pommes ohne Schütteln
Tefal ActiFry Genius XL 2in1 - 1.7kg
Der Nachfahre des ActiFry von 2006: Der Rührarm wendet das Gargut selbst, und der obere Grilleinsatz ermöglicht zwei Ebenen.
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Die Heißluftfritteuse, wie wir sie kennen, wurde vom niederländischen Ingenieur Fred van der Weij entwickelt und von Philips im September 2010 auf der IFA in Berlin vorgestellt. Das allererste Heißluft-Frittiergerät war sie allerdings nicht: Schon 2006 brachte Tefal (Groupe SEB) in Frankreich den ActiFry auf den Markt, der Pommes dank eines Rührarms mit nur einem Löffel Öl zubereitete.
Dieser Artikel zeichnet die wichtigsten Etappen dieser Geschichte nach, von den Umluftöfen der Nachkriegszeit bis zu den Dual-Zone- und vernetzten Modellen von 2026, und zeigt, was diese Entwicklung beim Kauf heute konkret bedeutet. Er stützt sich auf öffentliche Quellen, Herstellerangaben, unabhängige Testberichte und verifizierte Käuferbewertungen. Aktuelle Modelle vergleichen Sie in unserem Ratgeber zu Heißluftfritteusen.
Vor der Heißluftfritteuse: Umluft ist eine alte Idee
Heiße Luft mit einem Ventilator umzuwälzen, damit Speisen schneller und gleichmäßiger garen, ist nichts Neues. Ein erster Backofen mit Gebläse wurde bereits 1914 entworfen, kam aber nie in den Handel. Der Maxson Whirlwind Oven, 1945 eingeführt, um Mahlzeiten an Bord von Flugzeugen zu erwärmen, gilt als erster weit verbreiteter Umluftofen. Danach setzte sich Umluft in den heimischen Küchen durch.
Die Herausforderung blieb dieselbe: die knusprige Außenseite frittierter Pommes ohne Ölbad. Ein normaler Backofen ist zu groß, und die Luft zirkuliert zu langsam, um kleine Stücke schnell zu bräunen. Die Idee der Heißluftfritteuse bestand darin, einen sehr heißen, schnellen Luftstrom auf kleinem Raum direkt am Gargut zu bündeln.
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2006: Tefals ActiFry, die erste Fritteuse ohne Ölbad
2006 bringt Tefal in Frankreich den ActiFry heraus. Das Prinzip: ein runder Behälter, ein Deckel, der heiße Luft einbläst, und ein rotierender Rührarm, der die Zutaten ständig wendet. Ein Löffel Öl genügt für eine Portion Pommes, und schütteln muss man nichts.
Der ActiFry verankert die Idee der „Fritteuse ohne Öl“ in den Köpfen, vor allem in Frankreich und Südeuropa. Seine Stärke, das automatische Rühren, ist bis heute das Markenzeichen der Serie. Seine historische Grenze: Er eignet sich gut für Pommes, Gemüse und Schmorgerichte, weniger für empfindliche Lebensmittel, die das Umrühren nicht vertragen.
2010: Fred van der Weij, Philips und die Rapid-Air-Technologie
In den Niederlanden arbeitet Fred van der Weij, ein Ingenieur, der Pommes liebt, aber nicht den Geruch und das Fett der Fritteuse, an einem eigenen Heißluftgerät. Seine ersten Prototypen aus Holz, Aluminium und Maschendraht liefern Pommes, die außen verbrannt und innen noch gefroren sind. Nach mehreren Jahren Entwicklung erzielt er ein überzeugendes Ergebnis und stellt sein Konzept Philips vor.
Philips macht daraus ein Serienprodukt und präsentiert es am 3. September 2010 auf der IFA in Berlin unter dem Namen Airfryer. Die Technologie heißt Rapid Air: Ein Heizelement direkt über den Lebensmitteln kombiniert Strahlungswärme mit einem Gebläse, das die Luft mit hoher Geschwindigkeit um einen gelochten Korb zirkulieren lässt. Philips hält die Patente für diese Technologie.
Das erste Modell, der Airfryer HD9220, prägt das Format, das zum Standard wird: ein kompaktes Tischgerät, eine Schublade mit herausnehmbarem Korb, dazu mechanischer Thermostat und Timer. Mit rund 800 g Pommes Fassungsvermögen reicht er vor allem für zwei Personen. Philips betont das Garen mit wenig oder ganz ohne zusätzliches Öl, ein Gesundheitsargument, das die ganze Kategorie tragen wird.
2010–2019: Von der Neuheit zum Alltagsgerät
Im Laufe des Jahrzehnts übernehmen zahlreiche Marken das Schubladenformat von Philips, vom Einstiegsgerät bis zum Premiummodell. Der Begriff Airfryer wird allmählich zum Gattungsnamen. Mehrere Entwicklungen prägen diese Zeit:
- Der Wechsel zur Digitaltechnik: Touchdisplays, Automatikprogramme und präzise Temperatureinstellung ersetzen die Drehregler.
- Größere Körbe: Mitte der 2010er-Jahre bringt Philips seine Airfryer-XXL-Serie heraus, ausgelegt für rund 1,4 kg Pommes, ein ganzes Hähnchen oder eine Familienmahlzeit.
- Passendes Zubehör: Backformen, Gitter und Spieße zeigen, dass das Gerät weit mehr kann als Pommes.
- Erste Schritte zur Vernetzung: Rezept-Apps (NutriU bei Philips, VeSync bei Cosori, das Xiaomi-Ökosystem) und bei manchen Modellen Fernsteuerung.
Der Wettbewerb senkt zudem die Einstiegspreise. Zunächst als Premiumgerät vermarktet, wird die Heißluftfritteuse zum alltäglichen Kauf, was ihre schnelle Verbreitung in Europa weitgehend erklärt.
2020: Dual Zone und der Lockdown-Effekt
2020 bringt Ninja (SharkNinja) den Foodi Dual Zone heraus, beworben als erste Heißluftfritteuse mit zwei unabhängigen Körben. Jede Schublade hat ihr eigenes Heizelement, ihren eigenen Ventilator und eigene Einstellungen. Dank synchronisiertem Garende enden zwei unterschiedliche Garvorgänge gleichzeitig: Pommes auf der einen, Hähnchen auf der anderen Seite.
Im selben Jahr schicken die Corona-Lockdowns Millionen Menschen zurück in die Küche. Einfach, schnell und sparsamer als ein großer Backofen, profitiert die Heißluftfritteuse voll von dieser Rückkehr zum Selbstkochen. Soziale Netzwerke tun ihr Übriges: Rezeptvideos machen das Gerät zum Kulturphänomen und erweitern die Nutzung auf Desserts, Ofengemüse und aufgewärmte Reste. Mehr Ideen für den Alltag finden Sie in unserem Ratgeber Gesund kochen mit der Heißluftfritteuse.
2023–2026: Große Volumen, Hybridformate und Vernetzung
Seit 2023 dreht sich die Innovation weniger um das Garprinzip als um Format und Bedienkomfort:
- Die flexible Schublade: 2023 bringt Ninja den Foodi FlexDrawer mit 10,4 L heraus. Dank herausnehmbarer Trennwand nutzt man eine große Schublade oder zwei Zonen à 5,2 L.
- Die Heißluftfritteuse als Ofen: Im selben Jahr stellt Philips den Airfryer Combi XXL Connected mit 8,3 L vor, der die Heißluftfritteuse näher an den Minibackofen rückt, mit Kerntemperaturfühler und Steuerung per NutriU-App.
- Das Stapeln: 2024 setzt der Ninja Foodi MAX Double Stack XL zwei Schubladen übereinander und bietet so 9,5 L auf der Stellfläche eines Standardgeräts.
- Doppelte Heizelemente: Modelle wie der Cosori Dual Blaze heizen von oben und unten, sodass man das Gargut seltener wenden muss.
Parallel betonen die Hersteller stärker als PFAS-frei beworbene Beschichtungen, spülmaschinenfeste Körbe und Sichtfenster. Diese Angaben unterscheiden sich von Modell zu Modell, prüfen Sie daher immer das Datenblatt des Herstellers statt der Verpackung. Unser Vergleich vernetzter Heißluftfritteusen 2026 zeigt, was die Apps wirklich bringen.
Zeitleiste: Die wichtigsten Daten der Heißluftfritteuse
| Jahr | Ereignis | Was sich änderte |
|---|---|---|
| 1945 | Maxson Whirlwind Oven, erster weit verbreiteter Umluftofen | Umluft hält Einzug ins Kochen |
| 2006 | Tefal bringt den ActiFry in Frankreich heraus | Erste massentaugliche Heißluftfritteuse, mit Rührarm |
| 2010 | Philips stellt den Airfryer auf der IFA Berlin vor (Erfindung von Fred van der Weij) | Geburt des Schubladenformats und der Rapid-Air-Technologie |
| Mitte der 2010er | Philips-Airfryer-XXL-Serie | Die Heißluftfritteuse wird familientauglich |
| 2020 | Ninja Foodi Dual Zone, erstes Modell mit zwei unabhängigen Körben | Zwei Gerichte gleichzeitig, synchronisiertes Garende |
| 2023 | Ninja Foodi FlexDrawer und Philips Airfryer Combi XXL Connected | Flexible Schublade und Annäherung an den Minibackofen |
| 2024 | Ninja Foodi MAX Double Stack XL | Großes Volumen auf kleiner Stellfläche |
Was diese Geschichte für die Wahl 2026 bedeutet
Fünfzehn Jahre Entwicklung haben sehr unterschiedliche Gerätefamilien hervorgebracht. Stellen Sie sich vor dem Kauf diese Fragen:
- Wie viele Personen? Ein Korb mit 4 bis 6 L reicht für 2 bis 4 Personen. Darüber ist eine große Einzelschublade oder ein Dual-Zone-Modell praktischer.
- Ein Gericht oder zwei gleichzeitig? Zwei Zonen lohnen sich, wenn Sie oft Hauptgericht und Beilage zubereiten. Sonst ist ein großer Einzelkorb vielseitiger, etwa für ein ganzes Hähnchen oder einen Auflauf.
- Rührarm oder Korb? Der Rührarm des ActiFry erspart das Schütteln, eignet sich aber weniger für panierte oder empfindliche Lebensmittel.
- Wie viel Platz auf der Arbeitsfläche? Modelle mit zwei Schubladen nebeneinander sind breit, gestapelte Modelle höher.
- Wozu eine App? Sie dient vor allem für geführte Rezepte und die Fernüberwachung. Wer einfach kocht, braucht sie nicht unbedingt.
Die Erben dieser Geschichte: 6 aktuelle Modelle
Ninja Foodi FlexDrawer 10.4L Dual Zone
Stärken: die Weiterentwicklung der Dual-Zone-Idee, die Ninja 2020 einführte. Mit Trennwand zwei unabhängige Zonen und synchronisiertes Garende, ohne sie eine große Schublade für ein ganzes Hähnchen oder einen Braten. Grenzen: breit und schwer. Für wen: Familien, die gleichzeitig zwei Garvorgänge und viel Volumen wollen.
Philips Airfryer 3000 Serie XL - 6.2L
Stärken: der direkte Erbe des HD9220 von 2010. Ein einzelner Korb mit 6,2 L, Rapid-Air-Technologie und sehr einfache Bedienung. Grenzen: nur ein Gericht auf einmal. Für wen: Haushalte mit 2 bis 4 Personen, die eine klassische, zuverlässige Heißluftfritteuse suchen.
Tefal ActiFry Genius XL 2in1 - 1.7kg
Stärken: der Nachfahre des ActiFry von 2006. Der Rührarm wendet die Zutaten selbstständig, und ein oberer Grilleinsatz ermöglicht das Garen auf zwei Ebenen. Automatikprogramme erleichtern Alltagsgerichte. Grenzen: wenig geeignet für Paniertes oder Empfindliches. Für wen: alle, die Pommes und gebratenes Gemüse ohne Korbschütteln möchten.
Philips Airfryer Combi XXL Connected - 8.3L
Stärken: großes Volumen von 8,3 L, Kerntemperaturfühler für Fleisch und Steuerung per NutriU-App. Grenzen: sperrig und im Premiumsegment angesiedelt. Für wen: wer ein vielseitiges Gerät zwischen Heißluftfritteuse und Minibackofen sucht.
Ninja Foodi MAX Double Stack XL Heißluftfritteuse - 9.5L
Stärken: zwei übereinanderliegende Schubladen, also viel Volumen auf einer Stellfläche ähnlich der eines Einkorbgeräts. Grenzen: höher als üblich, prüfen Sie den Abstand zu Hängeschränken. Für wen: Familien mit wenig Breite auf der Arbeitsfläche.
Cosori Dual Blaze Smart Air Fryer - 6.4L
Stärken: Heizelemente oben und unten, die das Wenden seltener nötig machen, dazu die VeSync-App für Rezepte und Überwachung. Grenzen: nur ein Korb. Für wen: Freunde gleichmäßiger Ergebnisse, die gern per Smartphone steuern.
Vergleichstabelle
| Modell | Format | Volumen | Vernetzung | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Ninja Foodi FlexDrawer | Flexible Schublade, 1 oder 2 Zonen | 10,4 L | Nein | Große Familien |
| Philips 3000 Serie XL | Einzelkorb | 6,2 L | Nein | 2 bis 4 Personen |
| Tefal ActiFry Genius XL 2in1 | Behälter mit Rührarm + Grilleinsatz | 1,7 kg | Nein | Pommes ohne Schütteln |
| Philips Combi XXL Connected | Großes Volumen mit Fühler | 8,3 L | WLAN (NutriU) | Garen wie im Minibackofen |
| Ninja Double Stack XL | Zwei gestapelte Schubladen | 9,5 L | Nein | Kleine Arbeitsflächen |
| Cosori Dual Blaze | Einzelkorb, doppelte Heizung | 6,4 L | WLAN (VeSync) | Gleichmäßiges Garen |
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Zu glauben, die Heißluftfritteuse ersetze immer den Backofen: Für große Familiengerichte oder mehrere Bleche bleibt der Ofen die bessere Wahl. Unser Artikel Heißluftfritteuse oder klassische Fritteuse vergleicht die Einsatzbereiche.
- Den Korb überladen: Die Luft muss zirkulieren können. Ein zu voller Korb liefert labbrige Ergebnisse.
- Reflexartig zwei Zonen wählen: Jede Zone ist kleiner als ein großer Einzelkorb. Wer meist nur ein Gericht zubereitet, ist damit nicht unbedingt richtig beraten.
- Die Reinigung vernachlässigen: Ein verschmutzter Korb raucht und gart schlechter. Reinigen Sie ihn nach jeder Nutzung, ohne Scheuerschwamm auf der Beschichtung.
- Das Gerät an eine Wand oder unter einen Schrank stellen: Der Heißluftauslass muss frei bleiben, wie in der Anleitung beschrieben.
Fazit
Die Geschichte der Heißluftfritteuse lässt sich an zwei Daten festmachen: 2006, als Tefal den ActiFry herausbrachte, und 2010, als Philips den von Fred van der Weij erdachten Airfryer vorstellte und das Schubladenformat etablierte. Seitdem hat das Gerät an Volumen, Garzonen und Vernetzung gewonnen. Für Familien, die alle diese Fortschritte nutzen wollen, ist der Ninja Foodi FlexDrawer am vielseitigsten. Für die einfache Nutzung mit 2 bis 4 Personen bleibt der Philips Airfryer 3000 Serie XL der direkteste Erbe des Originals. Und wer Pommes ohne Korbschütteln will, findet im ActiFry Genius XL 2in1 die Idee von 2006 wieder.
Häufig gestellte Fragen
Wer hat die Heißluftfritteuse erfunden?
Wann kam der erste Philips Airfryer auf den Markt?
Ist der ActiFry älter als der Philips Airfryer?
Welche war die erste Heißluftfritteuse mit zwei Körben?
Ist eine Heißluftfritteuse wirklich eine Fritteuse?
Welche Heißluftfritteuse sollte man heute wählen?
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